Biografie

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Linda Babiak erhielt ihren ersten Gesangsunterricht bei Ruth Grünhagen und nahm 2009 das Gesangsstudium in der Klasse von Prof. Michaela Krämer an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf auf.

Das WDR Fernsehen begleitete ihre Aufnahmeprüfung und berichtet seit dem in kleinen Episoden in der „Lokalzeit Düsseldorf“ über ihren Werdegang.

Im Studium galt Lindas Interesse, neben der herkömmlichen Opernliteratur, vor allem der Musik der 20er und 30er Jahre, sodass sie u.a. Mitbegründerin des Vokalquartetts „Die Tonjuwelen“ ist. Außerdem ließ sie sich im Rahmen ihres Studiums von dem Jazz-Sänger Rabih Lahoud im Populärgesang ausbilden.

Ausgelöst durch die Konzertreihe „‘Entartete Musik‘ Willkommen in Deutschland – ein Gedenkkonzert“ (2015 auf CD und DVD erschienen) in der Tonhalle Düsseldorf, entdeckte Linda Babiak die Musik von Kurt Weill für sich, dessen Stücke sie u.a. im Duett mit Campino von den Toten Hosen performte. Sie beendete ihren Master of Music mit dem Programm „Kurt Weill – Von Dessau zum Broadway“, welches mit der Bestnote ausgezeichnet wurde.

Unabhängig vom Studium erhält die Sopranistin gesangtechnische Anregungen durch Prof. Reinhard Becker und Julie Klos und profitierte von Meisterkursen bei Grace Bumbry, Emma Kirkby, Gerd Uecker und Balázs Kovalik.

Im Jahre 2010 erreichte sie bei den Junioren des Bundeswettbewerbs Gesang, sowie 2016 bei den Senioren, die erste Finalrunde. Außerdem war sie Stipendiatin des Vereins YEHUDI MENUHIN Live Music Now.

Ihr Operndebut außerhalb der Hochschule erlebte Linda Babiak 2012 als Preisträgerin der Kammeroper Schloss Rheinsberg in der Partie der Barbarina („Die Hochzeit des Figaro“, Regie: Marco Arturo Marelli, musikalische Leitung: Michael Helmrath). Bereits 2014 war sie erneut Preisträgerin des renommierten Wettbewerbs (Operngala unter Kevin McCutcheon) und gastierte 2016 im Rahmen des „Jazz Fetz“ in einer Jazzsession mit Big Brass Neuruppin.
Gastengagements führten die Sopranistin außerdem an die Deutschen Oper am Rhein (Taumännchen, Papagena) und das Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, wo sie in der Uraufführung von „Konrad oder das Kind aus der Konservenbüchse“ in der Rolle der Kitti auf sich aufmerksam machte und seitdem durchgehend in Produktionen für Kinder zu Gast ist (Mission Possible, Oper aus dem Koffer).
Ihr Radiodebut folgte 2015: In der Rolle der Gwendolin führte sie mit dem WDR Rundfunkorchester in der Kölner Philharmonie die Operette „Herz über Bord“ auf, die wenig später innerhalb der Sendereihe „Samstagskonzert“ im WDR 4 ausgestrahlt wurde.
Zuletzt konnte Linda Babiak ihr Repertoire bei den Wernigeröder Schloßfestspielen um die Rolle des Ännchens („Der Freischütz“) erweitern, sowie, unter der Leitung von Prof. Karl-Josef Görgen, um die der Bronislawa („Der Bettelstudent“). Hinzu kommt die Uraufführung „Die Grumbach‘schen Händel“ mit der Thüringen Philharmonie Gotha.

Im März 2017 ist mit dem unplugged-Album „Bowie Songs One“ von Clifford Slapper, auf dem Stücke von David Bowie als Version für Klavier und Stimme neuinterpretiert werden, eine weitere CD erschienen, auf der die Sängerin zu hören ist.

Von 2017 bis 2018 sammelte Linda u.a. Erfahrungen in der Jazz-, Country- und Popszene in Chicago. So war sie Mitglied der Americana Folk Gruppe „Urban Twang“ und der Hochzeits-Band „Green 14“. Außerdem erweiterte sie ihr Repertoire um Jazz-Standards des „Great American Songbook“ sowie französischen Chansons und veranstaltete Konzerte in Chicago und Umgebung.

Im August 2018 kehrte sie mit ihrem Mann nach Deutschland zurück. Beide komponieren eigene Songs und spielen als das Duo „Joe und Linda“ Wohnzimmerkonzerte in ganz Europa.

Obwohl klassisch ausgebildet, fühlt sich Linda in vielen verschiedenen Stilen Zuhause und ist aktiv an der Gestaltung von Crossover-Projekten beteiligt. Auch ihr Schauspiel- und Tanztalent, sowie ihre Fähigkeiten als Regisseurin, entwickelt sie stetig weiter. Neben ihren Bühnenprojekten, nutzt sie ihre Stimme außerdem für Gesangs- und Sprachaufnahmen im Tonstudio und bietet darüber hinaus persönlichen Gesangsunterricht und/oder online-Gesangsstunden an.